Allgemeine Hinweise zu Thailand, Laos, China und Vietnam

Thailand:

Visum (Stand 10.01.2011): Am Flughafen erhält man ein Visum für 30 Tage, bei der Einreise auf dem Landweg nur für 15 Tage (seit 2008). Wer länger bleibt, besorgt sich am besten vorher ein Visum (60 Tage, 90 Tage, 2x60Tage, 3x60Tage) beim nächstgelegenen Konsulat. Für das sogenannte Rentnervisum 4x90Tage benötigt man einen Einkommensnachweis z.B. Rentenbescheid.

Touristenvisum = 60-Tagevisum

Für dieses Visum benötigt man folgende Unterlagen:


Ausländische Mitbürger müssen wahrscheinlich weitere Unterlagen vorlegen (Aufenthaltserlaubnis ?).


Folgende Gebühren sind fällig (Stand: 07.11.2011):

1x60 Tage – 30,-€, 2x60 Tage – 60,-€, 3x60 Tage – 90,-€, 1x90 Tage 55,-Euro


2010 hat man das 3x60 Tage Visum ohne zusätzliche Unterlagen (Hotelbuchung, Flugbuchung) nicht ausgestellt. Das 2x60 Tage Visum war 2010 und 2011 kein Problem.

Ich habe mein Visum im Konsulat in München persönlich beantragt. Man kann das Visum sofort mitnehmen.


Die letzte Einreise muss aber spätestens 6 Monate nach der Ausstellung des Visums erfolgen.

Flughafen Bangkok: Vom Flughafen erreicht man die Stadt am schnellsten mit dem Zug. In Makkasan kann man in die U-Bahn (MRT) oder an der Endstation in den Skytrain (BTS) umsteigen. Bis Makkasan gibt es auch eine Expressverbindung ohne Zwischenhalte. Preiswert ist auch der Flughafenbus (viel Platz für Gepäck z.B. das Fahrrad) oder das Taxi(etwa 500Bt). Teurer sind Hoteltaxis oder Limousinen (Mercedes, Toyota Camry etc.). Falls sich mehrere Personen ein Taxi teilen, soll man berücksichtigen, dass der Kofferraum nur etwa zu Hälfte genutzt werden kann (Gastank).

Geld: Geldautomten gibt es fast überall. 1 Euro = 39,91Baht (Stand:12.01.2011);

Telefon(Stand 01.2011): Ich habe mir für mein Handy eine Prepaidkarte von 1-2-call bei 7-eleven (gibt es fast in jedem Dorf) gekauft.
Die Basiskarte kostete 50 Bt. Guthaben kann man für 100Bt oder 300Bt erwerben. Die zugehörige PIN erhielt ich auf dem Kassenzettel. Wahrscheinlich gibt es auch noch Karten mit einem Rubbelfeld. Die Anleitung in Englisch ist gut verständlich.

Fahrradtouren: Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen haben in Thailand meist einen breiten Seitenstreifen für langsame Fahrzeuge. Man kann also auch mit dem Fahrrad auf dem Highway fahren. In Bangkok ist Fahrradfahren sicher nicht ungefährlich. Fahrräder kann man mit dem Flughafenbus und dem Skytrain transportieren. In der U-Bahn und auf den Menam Chau Praya-Linienbooten ist es verboten.

Hotels in Bangkok (Daten von 2008):

Thai House Inn, Sukumvit Soi 7, 700 Bt, AC, zentrale Lage im Hotelviertel, Nachts nicht ganz ruhig,
Prince Hotel, New Phetburi Road, etwa 1000 Bt, AC, Pool, 20 - 30 Min Fußweg zur Sukumvitgegend, 10 - 15 Min Fußweg zur U-Bahn
Miami Hotel, Sukumvit Soi 13, etwa 1000Bt, AC (nicht die neusten Geräte), Pool, für Nostralgiefans
River View Gh, www.riverviewbangkok.com, Dachrestaurant mit Flussblick, 950 Bt, Umgebung ist nicht touristisch (Gewerbegebiet), nicht weit zum Bahnhof (10 -15 min), Gepäckaufbewahrung, Zimmer in den unteren Stockwerken sind billiger, die Klimaanlage ist aber möglicherweise recht laut

Weitere Hotels in den Reisebeschreibungen und unter links



Laos:
Laos ist ein sehr angenehmes Fahrradland. In einigen Orten wird viel gebaut, aber man findet überall ein ruhiges Gästehaus, sogar in Vang Vieng. Auch auf Hauptstrecken ist wenig Verkehr. Es ist kein Problem das Fahrrad auf dem Gepäckträger eines Busses zu transportieren. Besonders angenehm war die Tour nördlich von Luang Prabang. Die Gästehäuser waren auch außerhalb der Touristenzentren fast immer zufriedenstellend, aber sehr einfach. Natürlich bekommt man nicht in jedem Dorfrestaurant eine Speisekarte in englischer Sprache, in Deutschland bekommt man diesen Service oft nicht einmal in der gehobenen Gastronomie. Ein westliches Frühstück gibt es in kleineren Orten auch nicht, aber überall bekam ich Kaffee, Omelett und eine Portion Klebereis. Eine Nudelsuppe oder Reissuppe ist auch mal ganz gut. Die Menschen sind stets freundlich. Allerdings sind die Mitarbeiter von Gästehäusern auf dem Land dem Farang gegenüber manchmal etwas unsicher, da sie meist kein Englisch sprechen. Obwohl die Leute arm sind, wird wenig gebettelt. Nur gelegentlich wird man von Kindern angesprochen. Natürlich soll man Kindern kein Geld geben, es gibt sinnvollere Möglichkeiten etwas für soziale Zwecke auszugeben.
Leider wird viel Wald der Intensivlandwirtschaft (Kautschuk) geopfert. Von der einheimischen Bevölkerung kann man schlecht einen freiwilligen Verzicht auf ein zusätzliches Einkommen verlangen. Nur durch geeignete Entwicklungshilfeprojekte kann man dem entgegenwirken.

Das 30-Tage-Visum erhält man an den meisten Grenzen für 30 Dollar (Deutsche Staatsbürger) oder in Bangkok. Zahlt man in Bt, ist es deutlich teurer.
In Vientiane kann man das Visum bei der
Immigration problemlos verlängern lassen (Vormittag Antrag abgeben, Nachmittag Visum abholen)

Inzwischen gibt es in Laos ATM-Automaten, aber der Höchstbetrag ist relativ niedrig, 700 000Kip. Reiseschecks kann man in größeren Orten umtauschen. Neben Kip und Dollar werden normalerweise auch Bath genommen. 1Bath = 256Kip, 1Dollar = 8 500Kip, 1Euro = 12 723Kip (Stand. 27.11.2009)
Es ist sinnvoll mindestens einen Umtauschbeleg aufzubewahren, da nur so der Rücktausch des Restgeldes möglich ist.
Die neue Straße von Huay Xai (Grenze Thailand/Laos) nach Luang Nam Tha und weiter bis zur chinesischen Grenze ist fertig
.
Laos ist wegen der meist geringen Verkehrsdichte ein sehr angenehmes Fahrradland.
Von vielen Ortsnamen gibt es mehrere Schreibweisen!
(Stand: 25.02.2009)

Karte: Reise Know-How-Verlag (Orte mit Übernachtungsmöglichkeit sind angegeben)
Da ich meistens auf Hauptstraßen fahre, ist die Karte ausreichend. Mit Ausnahme der Umgebung von Großstädten ist die Verkehrsdichte gering.

Reiseführer: Loose Laos 2009 (3. Auflage), Loose Mekongregion 2009 (Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam)

Ich habe mir für mein Handy eine Prepaidkarte von we-fly gekauft.
Die Sim-Karte gibt es u. a. für 25 000Kip mit 15 000Kip Guthaben. Die Karte wurde im Laden freigeschaltet. Zum Auffüllen des Guthabens gibt es Karten für 25 000Kip und 50 000Kip mit einer Anleitung in Englisch.
Nach Deutschland telefoniert man mit der Vorwahl 0049 für 2000Kip/Minute. Die Sprachqualität ist gut.

Sonstiges:
Im Winter kann es in Nordlaos sehr kalt werden, also Pullover und warme Jacke nicht vergessen!
Einige Orte sind noch nicht an das öffentliche Stromversorgungsnetz angeschlossen. Eine Taschenlampe leistet gute Dienste.

Bemerkungen zu einigen Orten:

Vientiane
Hauptstadt, im Vergleich zu anderen Hauptstädten relativ ruhig. Einige sehenswerte Tempel, Patuxai(Siegestor mit Aussichtsplattform), Sonnenuntergang und Restaurants in Mekongnähe.

Vang Vieng
Die Meinungen über Vang Vieng gehen auseinander. Natürlich ist Vang Vieng sehr touristisch, es wird viel gebaut und manchmal ist es auch laut. Ich habe etwa 15 Minuten Fußweg außerhalb vom Zentrum gewohnt und es war ziemlich ruhig. Die Restaurants waren gut und preiswert, die Mitarbeiter freundlich und hilfsbereit.
Wer Ruhe sucht, kann mit dem Fahrrad auf die andere Seite des Flusses fahren, eine Höhle besichtigen, in einem der vielen einfachen Restaurants eine Pause einlegen oder irgendwo baden (z.B. vor der Pou Kham Höhle). Mir hat es auf jeden Fall gefallen.
Die richtige Wahl des Gh oder Hotels ist wegen möglicher Lärmbelästigung sehr wichtig.

Luang Prabang
Weltkulturerbe, Tempel, Königspalast, Kolonialbauten, aufwändig sanierte Innenstadt, Restaurants von einfach bis luxuriös
Abends ist es in der Stadt sehr lebhaft, viele Touristen. Tagsüber ist es sehr ruhig. Die Stadt hat vom Backpacker bis zum Luxustouristen für jeden etwas zu bieten.

Luang Namtha
Luang Namtha ist ein sehr angenehmer Ort, aber es wird viel gebaut. Es gibt mehrere Trekkingorganisationen, gute Restaurants, Fahrradverleih, Motorradverleih und alles was man als Tourist benötigt. Für eine Trekkingtour muß man bei zwei Teilnehmern mit etwa 25 – 30 Euro/Person+Tag rechnen. Essen, Fahrtkosten, Reiseleitung und evtl. Übernachtungskosten sind eingeschlossen. Ein Teil des Geldes geht an die Dörfer. Bei den Preisen handelt es sich um Festpreise, abhängig von der Anzahl der Teilnehmer. Einzelreisende bemühen sich am besten selbst um geeignete Trekkingteilnehmer.

Vieng Phouka
Der Ort ist noch sehr ursprünglich, die Häuser sind meist Bambusmattenhütten, einige Gästehäuser, mindestens ein Restaurant, Suppenküchen, Markt, Angebot von Trekkingtouren. Noch ist die Marktgemeinde Vieng Poukha sehr ursprünglich, im Restaurant an der Hauptstraße(Abzweigung zum Markt) trifft man einige Touristen zum Abendessen. Sonst merkt man vom Tourismus nicht viel. Zum Frühstück erhält man am Markt eine gute Nudelsuppe. Wer früh aufsteht trifft am Markt viele Bewohner der Bergstämme (Lahu und Akka).

Oudomxai
Das Antlitz der Stadt ist eher spröde, geprägt von staubigen Straßen und einer chinesisch-pragmatisch inspirierten Ästhetik.“(Loose-Reiseführer) Man kann dem durchaus zustimmen, aber mir hat es trotzdem ganz gut gefallen. An der Hauptstraße südlich vom Fluss findet man einige einfache Restaurants (Speisekarte auch in englischer Sprache), Massage und Dampfsauna gibt es beim Roten Kreuz und die Touristeninformation nördlich der Brücke erteilt kompetente Auskünfte. Im Loose-Reiseführer wird auf das schöne Umland mit interessanten Dörfern hingewiesen. Auf einer geführten Tagestour mit dem Fahrrad habe ich das auch so erlebt.

Muang Noi
Dorf am Nam Ou in Nordlaos, autofrei, viele Gästehäuser, Trekkingtouren, Restaurants und Gästehäuser auch in den Nachbardörfern, empfehlenswert




China

Ich war nur einmal für 2 Wochen in China (Jan/Feb 2008/Nordlaos-Jinghong) und kann deshalb über China nicht viel berichten.

Visum: Das Visum muss man sich vorher besorgen. In Bangkok bieten die meisten Reisebüros einen Visaservice an (z.B. 4 Werktage / 1500,-Bt). Es geht auch in einem Tag, ist dann aber teurer.

Geld: Geld kann man an der Grenze in Mohan privat wechseln. Dollar und Bath werden problemlos gewechselt, auch der Rücktausch von Yuan ist möglich. Die Bank in Mohan nimmt nur Dollar, keine Bath oder Reiseschecks. In Jinghong bei der Bank of China konnte ich Reiseschecks einlösen und am Bankautomaten Geld abheben. ( 1Euro entspricht etwa 10,26CNY )

Sprache: Ein Sprachführer ist sinnvoll, da auf dem Land kein Englisch gesprochen wird. In Jinghong gab es kaum sprachliche Probleme.




Vietnam

Visum(Stand: 01.2011): Das Visum (1 Monat) habe ich mir in Bangkok bei der Botschaft in der Witthayu (Wireless) Road besorgt. Es dauerte 4 Arbeitstage und kostet 1800 Bt. (Foto nicht vergessen!). Wer nicht warten will erhält für 2700Bt das Visum sofort oder für 2300Bt am nächsten Tag. Auf dem Antragsformular ist der Tag der Einreise anzugeben d.h. spätere Einreise verkürzt die Aufenthaltsdauer.
Die Botschaft ist in wenigen Minuten von der
Skytrainstation (BTS) Phloen Chit erreichbar. Sie befindet sich auf der linken Straßenseite kurz nach dem Plaza Athenee. Das Botschaftsschild kann man leicht übersehen!
Es gibt auch ein Visum mit mehreren Einreisen.
Natürlich kann man das Visum auch über ein Reisebüro beantragen.

Geld: 1Euro = 29 000Dong, 1Dollar = 20 700Dong; 1Bt = 670 Dong (03.2011/Näherungswerte!)